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Daten & Fakten

Triops cancriformis cancriformis WeibchenTriops cancriformis cancriformis (BOSC, 1801) ist die am häufigsten im Handel angebotene Unterart dieser Gattung. Dafür gibt es auch einen guten Grund: Nämlich der geringe Preis. Die im Handel angebotenen Triops cancriformis cancriformis kommen aus Deutschland, Frankreich oder Österreich. An sie ist es am leichtesten, heranzukommen, da sie schon vor vielen Jahren aus der Natur entnommen und dann zu Tausenden nachgezüchtet wurden. Von daher haben sie keinen besonderen Seltenheitswert und können zu günstigen Preisen erstanden werden.

Triops cancriformis cancriformis ist die am weitesten verbreitete Unterart des Triops cancriformis. Sie ist in fast ganz Europa und in weiten Teilen des nördlichen Asiens zu finden. Dabei besitzt sie immer den gleichen Körperbau: Einen sehr bulligen Carapax mit sehr großen Blattbeinen und einen recht kurzen und dünnen Schwanz mit langer Furca. Insgesamt haben alle Blattbeine an der Unterseite eine im Vergleich zu anderen Arten sehr große Fläche. Westlicher Triops cancriformis cancriformis, schön zu sehen: die dunkle Farbe mit hellen SprenkelnDie hintersten Paare sitzen etwa an der Mitte des Schwanzes und sind schon dort sehr breit, sodass sie außerhalb des Schwanzes hervorstehen. Nach vorne werden die Paare immer breiter, und beim vordersten Beinpaar sitzen zwei wirklich scharfe und riesige Klauen. Diese dienen dem Graben und dem Festhalten von Beute. Durch die vielen großen Blattbeine entsteht, wennTriops cancriformis cancriformis auf dem Rücken schwimmt, der Eindruck eines Teppichs unter dem Wasser.
Nur in Einem unterscheiden sich Triops cancriformis cancriformis aus verschiedenen Gebieten: Der Farbe. Die westlicheren Vertreter der Triops cancriformis cancriformis sind eher dunkelbraun und mit hellen Flecken gesprenkelt. Sie besitzen sehr dunkle Beine und eine hellrote Mittelrinne. Dies ist die Farbvariation, die fast immer im Handel angeboten wird. Je weiter östlich man nun geht, desto matter und weniger gesprenkelt werden die TCC. Sie sind nun etwas heller, manchmal auch grünlich. In seltenen Fällen sind die Blattbeine leicht blau. Triops cancriformis cancriformis 'beni-kabuto ebi' (redfire)Ein Extremfall ist in Japan zu beobachten, dem östlichsten Punkt, in dem Triops cancriformis cancriformis anzutreffen ist: Aufgrund eines Genfehlers besitzen einige Triops cancriformis cancriformis hier eine Pigmentstörung, die sie daran hindert, sich zu färben. Da Triops rotes Blut besitzen, färben sich diese Tiere feuerrot. Diese Farbvariation wird beni-kabuto ebi genannt und kommt sowohl als leicht gelblich-weißer Triops (Albino type) als auch als feuerroter Triops vor (Redfire type). Beide Variationen werden selten und zu hohen Preisen im Internet angeboten und gelten als eine Art Geheimtipp.

Weibchen aus der VogelperspektiveVom Verhalten her ist Triops cancriformis cancriformis ein sehr ruhiger Vertreter der Triops. Durch den langsamen Stoffwechsel sind auch seine Bewegungen verlangsamt. Die meiste Zeit verbringt Triops cancriformis cancriformis mit Graben im Sand oder einfach nur sitzend auf dem Boden. Nur selten schwimmt er ein paar Bahnen oder krault an der Oberfläche des Beckens entlang. Gegenüber Artgenossen gilt er als eher friedlich, dennoch sollte man Triops cancriformis cancriformis in dieser Hinsicht nicht unterschätzen. Vor kleineren oder schwächeren Tieren wird kein Halt gemacht.
Insgesamt ist Triops cancriformis cancriformis eher einfach zu halten, da er als adultes Tier eine hohe Temperaturspanne gut verträgt. Bei Temperaturen um 16°C und auch bei Temperaturen um 29°C und natürlich allem dazwischen gedeiht er prächtig. Nur für Jungtiere sollte man aufpassen: Sie vertragen nur kleine Temperaturschwankungen von etwa 1°C, was die Aufzucht von jungen Triops cancriformis cancriformis nicht ganz einfach macht.

Quellen