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Aufzuchtanleitung

für

Urzeitkrebs: Artemia

(Das Salzwasserkrebschen - Die Erd-Methode)



Das Salzkrebschen Artemia lebt meist in großen Salzseen und salinen Gewässern. Bekannt dafür sind vor allem die Salzseen in Utah (USA), die meist einen sehr hohen Salzgehalt aufweisen. Ihre Fähigkeit bei Bedarf sogenannte Dauereier zu legen, sicherte ihr Überleben über Millionen von Jahren. Somit zählen sie heute zu den „Urzeitkrebsen“. Artemia gibt es nämlich schon 195 Millionen Jahren unverändert auf unserer Erde. Sie haben damit sogar die Dinosaurier überlebt und sind nicht ausgestorben. – Erlebe, wie die Salinenkrebse elegant durchs Wasser gleiten, beobachte Sie bei der Paarung und Fortpflanzung und werde Augenzeuge einer Millionen von Jahre alten Spezies.






Wichtig: Bevor man los legt!
Vor der Arbeit und der Pflege am und im Aquarium sind die Hände gründlich mit lauwarmem Wasser und ohne Seife zu waschen! Alle Dinge, die man für die Artemiahaltung verwendet, sollten ausschließlich dafür verwendet werden. Erstmal sollte alles mit heißem Wasser, ohne Spülmittel, mehrmals gründlich gewaschen werden. Nach der Arbeit am Aquarium ist auch wieder Händewaschen angesagt (Jetzt darf man natürlich auch Seife verwenden).

Die wichtigsten Haltebedingungen

  • mindestens 3 Liter Aquarium oder Behälter mit großer Öffnung
  • 18 bis 28°C konstante Wassertemperatur
  • weiches Wasser für die Zucht (Gesamthärte maximal 5°dGH, PH-Wert etwa 7,0)
  • Salz ohne Trennmittel, idealerweise Meerwassersalz aus der Aquaristikabteilung
  • kein Kupfer, Eisen und Chlor im Wasser gelöst
  • gesiebte und mehrmals durchgespülte Erde aus dem Garten. Darf nicht gedüngt sein
  • eventuell ein Heizstab
  • eventuell eine Beckenkühlung für den Sommer
  • Beleuchtung (Täglich sollte das Licht 12-13 Stunden durchgehend leuchten. Die Beleuchtung sollte möglichst immer zur selben Zeit an-, bzw. ausgeschaltet werden, empfehlenswert ist eine Zeitschaltuhr)


Das zukünftige Zuhause der Artemia
Theoretisch genügt für die Artemiahaltung ein kleines Einmachglas oder dergleichen. Versuche haben jedoch gezeigt, dass sich in so kleinen Becken die Bedingungen, wie die Temperatur, recht schnell verändern, was den Krebschen häufig schadet. Deshalb ist es sinnvoll, auf größere Gefäße zurückzugreifen. Im Handel gibt es so genannte „Faunaboxen“ oder gar schicke Glasbecken für wenig Geld. Durch die geraden Wände lassen sich die Tierchen um einiges besser beobachten als durch gewölbtes Glas, wie beispielsweise einem Einmachglas. Optimal sind 10 Liter. Wichtig ist vor allem, dass das Becken eine große Öffnung und dadurch eine große Wasseroberfläche hat, denn so wird die Sauerstoffversorgung gewährleistet. In einem kleinen Aquarium haben die Tiere ausreichend Platz, um sich zu bewegen. Die Wasserwerte bleiben konstant und man hat ein Optimum an Spaß bei der Zucht und der Beobachtung.