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Aufzuchtanleitung

für

Sirindhorn-Feenkrebse

(Streptocephalus sirindhornae)

Bild: Streptocephalus sirindhornae, noch ohne Eiersäckchen.

Feenkrebse sind unter den Urzeitkrebsen wohl am Artenreichsten vertreten. Ihren Namen haben sie wohl von ihren sanft anmutenden Schwimmbewegungen. Wie kleine U-Boote gleiten sie ruhig durchs Wasser. Obwohl sie vielen Menschen nicht bekannt sind, findet man sie dennoch fast überall auf der Erde. In dieser Anleitung geht es um die Sirindhorn-Feen aus Thailand.



Temperaturspanne: 15-32 °C Einige glauben, daß die Schlupfrate im unteren Bereich der Temperaturspanne größer ist.
Bevorzugter pH: 7.0-8.3
Größe: 1,3-3,0 cm

 

Vorbereitungen:

Ein Behälter mit 2-5 Liter Inhalt ist ideal. Am besten abgestandenes/vorbehandeltes Trinkwasser verwenden, das Raumtemperatur haben sollte.
Die Kapsel vorsichtig öffnen und vom "Zysten-Staub" auf die Wasseroberfläche stäuben. Die Zysten werden auf der Wasseroberfläche schwimmen, sie muß man unterrühren oder sonst wie unter Wasser bringen, wenn sie schwimmen, schlüpft nichts. Man kann auch ein Filterpapier nehmen und die Zysten unter Wasser drücken. Reste, die am Filterpapier hängen kann man trocknen und beim nächsten mal mit wieder verwenden.
Nun heißt es warten.

 

Der Schlupf:

Die Zysten nehmen nun Wasser auf, aber die Nauplien werden nicht schlüpfen, bis sie überzeugt sind, daß das Wasser nicht wieder verschwindet. Das dauert 24-48 Stunden, manchmal auch länger, in Abhängigkeit von den herrschenden Bedingungen.
Die Nauplien schwimmen gleich von Anfang an, mit wilden Bewegungen. Sie sind winzig und werden leicht übersehen. Sie sind etwas kleiner als Artemia-Nauplien.
Eine Möglichkeit sie zu Gesicht zu bekommen, ist das Zimmer abzudunkeln und mit einer Taschenlampe seitlich in den Behälter zu leuchten. Sie sind phototrop, d.h. sie werden von hellem Licht angezogen, da ihr Fressen – Algen und Infusorien (Aufgußtierchen) – ebenfalls auf Licht angewiesen sind. Je mehr Algen im Behälter sind, umso besser können sich die Feen ernähren, ohne daß man zusätzlich füttern muß und umso weniger muß man mit einer Überfütterung rechnen.

Läßt man die Taschenlampe ein paar Minuten an der Behälterseite brennen, werden die Nauplien sich dort sammeln. Eine Lupe zum Betrachten ist hilfreich in diesem Stadium.

 

Willst du sie großziehen und einen Zuchtkreislauf erhalten?

Am Tag nachdem die umherschwimmenden Nauplien entdeckt wurden, kann gefüttert werden. Feenkrebse sind Filtrierer. Sie ernähren sich von kleinen Partikeln, die sie aus dem Wasser filtern, wie z.B. Bakterien, Algen und Pilzsporen. In Gefangenschaft ernährt man sie am besten mit Hefe, Algen und Infusorien.

Eine Prise Hefe (Brau- oder Backhefe), eine Prise Zucker und eine Prise Fischfutterflocken in 1/3 Tasse lauwarmen Wasser (etwa 30°C) zu einer wolkigen Suspension mixen, eine Stunde stehen lassen um die Hefe zu aktivieren. Das reicht für Wochen als Feen-Futter.
Um die Feen zu füttern, die Mischung gut schütteln (sie setzt sich leicht ab). Mit einem Augentropfer oder einer Pipette ein paar Tropfen der Suspension ins Wasser tropfen. Die Nauplien sind noch sehr klein und brauchen nicht viel Futter. Das Wasser sollte ganz leicht neblig sein, aber nicht wolkig. Man sollte noch durchgucken können. Wenn es wolkig wird, mit dem Füttern aufhören, bis es wieder klarer wird. Wird das Wasser extrem klar, muß mehr gefüttert werden.

Die Futtermenge sollte mit dem Wachstum gesteigert werden. Mit ca. 2 Wochen brauchen sie ca. 1ml pro Tag, wenn sie ausgewachsen sind bis zu 3ml am Tag.
Das Wasser sollte auch öfter gewechselt werden, wie man es bei Fischen auch macht.

 

Quellen

Diese Anleitung wurde von Artemia übersetzt
Feenkrebse-Blog der Autorin